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Reiseberichte

 
Hans Stanggassinger, wir kommen!
Als wohl erste Gruppe in diesem Schuljahr fuhren 17 Schülerinnen und Schüler des Erdkunde-Leistungskurses mit Herrn Streifinger und dessen Verlobten vom 18. September bis einschließlich 20. September 2003 auf eine Exkursion nach Berchtesgaden. Pünktlich um 9.52 Uhr begann am Freisinger Bahnhof ein kurzes, aber interessantes Abenteuer.
Nach vier Stunden „Extrem-Bummelzug-Schwitzing“ kamen wir endlich am Hauptbahnhof Berchtesgaden an. Der erste Weg führte uns an der Szenedisco „Beverly“ vorbei zum **Grandhotel** Schwabenwirt.
Zur ersehnten Abkühlung ging es in das 10°C kühlere Salzbergwerk, wo wir in Arbeitertracht fachkundig durchgeschleust und gerutscht wurden, wobei nur in Anwesenheit der Führerin gerutscht werden durfte!
Beim anschließenden Abendessen mit musikalischer Untermalung durch den „Grenzgänger Tony“ wurden unser Kurs derart stark motiviert, dass man fluchtartig den Speisesaal verließ, um im Nebenraum selbst wesentlich bessere Musik zu machen. Im Stüberl sangen wir dann unter perfekter Gitarrenbegleitung unseres Kursleiters das „Da Capo“ rauf und runter, bis der „Sturm“ (Getränk!) den Mädels zu sehr zusetzte. Da am nächsten Tag eine längere Wanderung anstand und die Angst vor den Watzmannkindern immer größer wurde, ging es zur Geisterstunde in die Heiabetten! Die Nacht blieb ruhig, aber kalt!

[Bericht von: Dillinger Katharina, Glück Eva-Maria, Goebbels Sarah, Kuba Kristina, Maier Maximilian, Obermeier Katharina, Pfeilmeier Sebastian, Preysing Clemens, Sgoff Veronika, Veith Stella ]
 
Im Wimbachgries
Am zweiten Tag unserer Exkursion unternahmen wir eine Wanderung durch das Wim-bachgries im Berchtesgadener Nationalpark. Nach einer kurzen Einführung in die Ge-schichte des Parks durch unseren Ranger Hans Stanggassinger begannen wir unseren Weg durch die Wimbachklamm Richtung Wimbachschloss. Am ersten Haltepunkt beschäftigten wir uns mit der landwirtschaftlichen Situation in der Region, wobei Herr Stanggassinger besonders auf das Prinzip der Nachhaltigkeit hinwies.
Nach einem beschwerlichen, aber dennoch atemberaubenden Aufstieg durch die Wimbachklamm verschaffte uns Herr Stanggassinger einen Einblick in die Gesteinskunde. Und auch der Bodenbeschaffenheit (Dolomite und Kalkstein) schenkte unser Ranger große Aufmerksamkeit. Wir verließen den Touristenpfad in Richtung unberührte Natur, wo uns ein Einblick in den dominierenden Fichtenwald gewährt wurde.
Auf einer Lichtung erklärte uns Herr Stanggassinger die almwirtschaftliche Nutzung im Naturschutzgebiet und die damit verbundenen rechtlichen Auflagen. Im weiteren Verlauf begaben wir uns in ein von Gletschern ausgehobeltes U-Tal, das einen Schuttfächer mit einer Gesamtlänge von 8 Kilometer und eine Breite von 500 Meter beherbergt. In dessen Untergrund befindet sich eingelagertes Wasser.
Nachdem uns unser Führer verlassen hatte, erreichten wir nach einem fünfzehn minütigen, schweißtreibenden Aufstieg endlich das Wimbach“schloss“, das sich Gott sei Dank als Wirtshaus mit Biergarten entpuppte. Durch eine frische Maß gestärkt, traten wir nach zwei Stunden unseren Rückweg an, auf dem es Herr Streifinger nicht lassen konnte, auch sein fachliches Wissen kund zu tun. Nachdem unser Erdkundelehrer graziös den reißenden Wildbach überquert hatte, taten wir es ihm mehr oder weniger gleich und ließen uns von seiner Kenntnis über Schluck- und Speilöcher, sowie den Karstformenschatz in den Bann ziehen – trat an jener Stelle doch das Wasser aus dem Untergrund unter dem Schuttfächer wieder aus.
In Anbetracht des wunderbaren Wetters, der schönen Landschaft und der fachlichen Kompetenz unserer „beiden Ranger“ kann man nur von einem gelungenen Ausflug in die Bergwelt Berchtesgadens sprechen.

[Bericht von: Dittrich Felicitas, Graf Patrick, Graß Christopher, Sellier Christian, Spindler Maximilian, Wieser Bettina, Zangl Claudia ]