Die Stadtentwicklung
Im Jahre 1186 wird unterhalb der damaligen 'Hammaburg' im Auftrag von Adolf VI. von Schauenburg eine Kaufmannsstadt errichtet. Durch das Anwachsen der Bevölkerungszahl und die Vergrößerung des Hafens kommt es 1241 zum ersten Bündnis mit der mächtigen Ostseehafenstadt Lübeck. Das sollte der Beginn der Hanse sein. Durch die Hanse und den großen Arbeitsmarkt steigt die Bevölkerungszahl Hamburgs im Jahr 1300 auf etwa 5.000 Einwohner. Schließlich wird 1558 die erste deutsche Börse in Hamburg eröffnet. In den darauffolgenden Jahren kommt es zu einigen Katastrophen in Hamburg; zum einen wird die Bevölkerung des öfteren von der Pest und einer Choleraepidemie heimgesucht, zum anderen legt ein großer Stadtbrand fast die komplette Stadt in Schutt und Asche. Es legt das erste Dampfschiff von England im Hamburger Hafen an, das 1847 zur Gründung der 'Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft' HAPAG führt. 1949 wird Hamburg deutsches Bundesland. Im Februar 1962 wird 1/6 des gesamten Staatsgebietes durch die Jahrhundertflut überschwemmt! Schließlich wird Hamburg 1995 Bischofssitz des neuen Nordbistums.
Bericht von: Maier Maximilian
Die Geschichte und Entwicklung des Hamburger Hafens
Im Jahr 1188 wird der Hamburger Hafen erbaut. Seine Initiatoren sind die Grafen von Schauenburg, die zuvor bereits Lübeck gegründet hatten. Der Hafen wird in unmittelbarer Nähe zur Altstadt errichtet, wo sich heute der Hopfenmarkt befindet. Das eigentlich wichtige Datum ist jedoch der 7. Mai 1189, da an jenem Tag Graf Adolf III Zollfreiheit für Schiffe von Elbe bis Nordsee bei Kaiser Friedrich Barbarossa erreicht. Die günstige Lage des Hafens zum einen und die Zollfreiheit zum anderen sind die Basis dafür, dass Hamburg zum Umschlagplatz für Waren und Güter wird und einen wirtschaftlichen Aufstieg und Wohlstand erlebt. Jedoch gerät im Jahre 1201 Hamburg unter dänische Besatzung, welche sich später auf eine Besetzung Altonas reduziert, das heute ein Stadtteil Hamburgs ist. In der Folgezeit konkurrieren die Häfen des "deutschen" Hamburgs und dem dänisch besetzten Altona. 1321 tritt Hamburg dem Städtebund der Hanse bei.
1806 erleidet der Hamburger Hafen einen Rückschlag, da Napoleon gegen England eine Kontinentalsperre verhängt, die unter anderem für Deutschland gilt, jedoch nicht für Dänemark. Dadurch wandern viele Unternehmen nach Altona ab, um den Handel mit dem wichtigen Handelspartner England fortzusetzen. Vor allem während der letzten 200 Jahre wurde der Hafen ständig erweitert und vertieft. Als Beispiel dafür ist die Speicherstadt zu erwähnen, die 1888 fertig gestellt wurde. 1912 kann man bereits sagen, dass Hamburg hinter London und New York der drittgrößte Hafen weltweit ist. Obwohl er im 2. Weltkrieg durch die Zerstörung von 80 Prozent des Hafengebietes und 1962 durch die Flutkatastrophe zwei Rückschläge verkraften muss, erholt er sich wieder und feiert 1989 sein 800-jähriges Bestehen mit 6 Millionen Besucher.
Bericht von: Spindler Maximilian
Der Hamburger Hafen im Wandel
Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands, nach Rotterdam der zweitgrößte Europas und weltweit der achtgrößte Containerhafen. Das Hafengebiet erstreckt sich über 8.700 ha, das sind ein Achtel der Stadtfläche. Die Speicherstadt ist mit 500.000 m 2 der größte zusammenhängende Speicherkomplex der Welt. Rund 140.000 Arbeitsplätze sind in der Stadt vom Hafen abhängig.
Allein 2003 wurden in Hamburg etwa 6,1 Millionen Container und 106 Millionen Tonnen Güter insgesamt umgeschlagen. Rund 13.000 Seeschiffe aus aller Welt laufen Hamburg pro Jahr an und 7.500 Schiffe verlassen den Hafen und steuern 800 verschiedene Häfen auf allen Kontinenten an. Hamburg ist Transithafen für Österreich, die Schweiz, Skandinavien sowie Zentral- und Osteuropa.
Dabei ist der asiatische Markt besonders stark entwickelt. Mehr als 50% aller Container, die in Hamburg umgeschlagen werden, entstammen dieser Region. Der größte Außenhandelspartner ist mit Abstand China. Hamburg ist in Europa bedeutendster "Fernost-Seehafen" und fertigt mehr Import- und Exportsendungen für diese Region ab als jeder andere europäische Seehafen. Der große Nachteil des Hamburger Hafens - auch gegenüber der Konkurrenz - ist die Abhängigkeit von den Gezeiten. Schwierig ist die Rückfahrt zum Meer, wenn bei Tideniedrigwasser rechts und links des Fahrwassers Sandbänke drohen. Die Fahrrinne soll trotz ökologischer Proteste auf 16 Meter vertieft werden, um weiterhin die Durchfahrt großer Containerschiffe gewährleisten zu können.
Der Hamburger Senat plant den Bau eines neuen Stadtteils am Hamburger Hafen. Diese neue Hafencity soll neben der heutigen Speicherstadt entstehen. Durch einen schrittweise angelegten Planungs- und Realisierungsprozess sollen etwa 155 ha Hafenflächen und Wasserflächen umstrukturiert werden. Auf etwa 100 ha Landflächen werden neue Gebäudekomplexe entstehen mit insgesamt etwa 1,8 Millionen m 2 Bruttogeschossfläche, Wohnungen für 10.000 bis 12.000 Einwohner und Dienstleistungsflächen für mehr als 40.000 Arbeitsplätze.
Man versucht, die City wieder stärker zu beleben und die Menschen dafür zu begeistern, aus der Stadt und dem Umland in die Hafencity zu ziehen. Es ist geplant, die Stockwerkszahl in diesem Stadtteil gering zu halten. Es sollen Häuser mit maximal 4 bis 6 Stockwerken entstehen, nur im Ausnahmefall sollen sie eine Höhe von bis zu 20 Stockwerken erreichen. Durch den Bau dieses Nobelviertels direkt am Hafen will der Senat der Stadt Hamburg den Sprung in das 21. Jahrhundert erleichtern. Das Bauvorhaben fand in den Reihen des Senats breite Zustimmung; es gibt jedoch auch Gegner. Widerstand kommt insbesondere aus den Reihen der Anwohner, die bereits mehrere Bürgerinitiativen gegen das Projekt gebildet haben.
Bericht von: von Preysing-Lichtenegg Clemens |