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Mit der Ausstattung des Doms zu Freising ist der Name einer der berühmtesten Künstlerpersönlichkeiten des Barock in Bayern verbunden: Egid Quirin Asam. Vom jüngeren der Brüder Asam stammt der gesamte figürliche und ornamentale Stuckdekor im Innenraum.
Egid Quirin Asam, 1692 in Tegernsee geboren, erhielt zunächst in der Malerwerkstatt seines Vaters Georg eine fundierte und vielseitige Ausbildung, die er ab 1711 durch Lehrjahre bei dem hoch angesehenen kurkölnischen Hofbildhauer Andreas Faistenberger in München ausbaute, während sein Bruder Cormas Damian sich in Rom zum Maler bilden ließ.
Die Wandgestaltung des Freisinger Doms war eines der Großprojekte, die Egid Quirin mit seinem Künstlerbruder Cormas Damian anging. Den Auftrag zur Neugestaltung der mittelalterlichen Emporenbasilika, den Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck 1723 anlässlich des 1000-jährigen Bistumsjubiläums vergab, bewältigten die Brüder in erstaunlich kurzer Zeit von nur einem Jahr. Mit großem Einfühlungsvermögen in die architektonischen Gegebenheiten gestaltete Egid Quirin durch Stuck und Stuckmarmor eine kongeniale Verbindung zwischen dem plastischen Baukörper und dem von Cosmas Damian Asam geschaffenen Fresken.
Während die Brüder Asam für die Beschaffung ihres speziellen künstlerischen Materials selbst zuständig waren, verpflichtete sich das Domkapitel durch Vertrag zur Bereitstellung von Kalk, Gips, Eisen, Nägeln, Draht, Öl, Leim, Kohlen und Gipsgeschirr.
Asam arbeitete mit Zug-, Guss- und Antragsstuck und brachte auch Stuckmarmor zum Einsatz. Die Herstellung von Stuckmarmor zielt nicht nur auf Imitation von natürlichem Marmor, vielmehr sollte durch künstliche und künstlerische Gestaltung die Natur noch übertroffen werden. Neben Erdfarben in verschiedenen Ockertönen und Schwarz wurde an den Pilastern des Doms an verdeckten Stellen der im Licht verblassende, blaue Farbstoff Indigo gefunden. Zur Entstehungszeit hatten die Pilaster einen völlig anderen Farbeindruck vermittelt. Anstelle der heute sichtbaren Ocker- und Grautöne waren einst intensive Blau- und Grüntöne aus Ocker und Indigo vorherrschend.
Mit den einfachen Materialien Gips, Sumpfkalk und Sand schuf Egid Quirin Asam in einer künstlerischen wie organisatorischen Meisterleistung unvergleichliche Werke, die im Freisinger Dom zusammen mit den Fresken, der Brokatmalerei, dem gemalten Stuck und der Raumausstattung ein barockes Gesamtkunstwerk bilden.
Die Schüler waren selbst in der sechsten Stunde am Freitag, der letzten Schulstunde vor dem Wochenende, höchst aufmerksam und stellten interessierte Fragen. Fasziniert hat sie die damalige Erstellung eines Gerüstes, bei der jede Menge Holzstämme nach einer bestimmten Technik mit Seilen zusammengebunden wurden. Im Ausstellungsraum war ein derartiges Gerüst aufgebaut; ebenfalls hatte Frau Empl-Bauer ein kleines Modell dabei. Aus Plastilin durften die Kinder eigene Pilaster aus Stuckmarmor herstellen; sie erfuhren, wie man Kalk ablöscht, Farben (die ja damals nicht in Geschäften käuflich erwerbbar waren) herstellt, wie Leim gekocht wurde, welche Werkzeuge verwendet wurden u. v. a. mehr.
Großen Jubel gab es, als zuletzt alle Schüler etwas Blattgold bekamen und vergoldet ins Wochenende gingen.
Wö


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