In diesem Schuljahr wurden in der 6. Klasse in Zusammenhang mit dem Kirchenjahr "Engel" thematisiert. Daraus entstand die Idee, die Schüler in der schulaufgabenintensiven Zeit vor Weihnachten im Religionsunterricht nicht nur auf der kognitiven Ebene zu fordern, sondern ganzheitlich zu fördern, der kindlichen Phantasie und handwerklichem Geschick Raum zu geben. Albert Gründel vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur in Weihenstephan, der im Umgang mit der Materie Holz sehr versiert ist, ließ sich auf unser Projekt ein: Die Schüler sollten aus dem reichlichen Fundus von gespaltenem Holz von Apfel-, Nuss-, Zwetschgen- und Olivenbäumen Engelsgestalten herausarbeiten. Dazu wurden zwei Religionsstunden in den Werkraum verlegt, wo Albert Gründel sofort Aufmerksamkeit für seine schülernahe Einführung bekam und die Arbeit in die Nachmittage hinein weitergeführt wurde. Dabei war es interessant, für welches Stück Holz sich die Schüler jeweils entschieden. Mit Begeisterung machten sich die Kinder an die Arbeit und nahmen die Ratschläge des erfahrenen Referenten an. Besondere Qualität lag darin, dass er es verstand, die Phantasie der Mädchen und Buben anzustoßen und mit ihnen Geschichten freizulegen, die das Holz „erzählt“ und diese handwerklich umzusetzen. Sein Engagement war eine wertvolle Ergänzung und zugleich Entlastung für mich als Lehrerin. Die Arbeit hat allen Beteiligten sichtbar Spaß gemacht und führte zu ansehnlichen Ergebnissen, die z.T. als Weihnachtsgeschenke Verwendung fanden.
Rita Wörmann
Zu den Photos... |