Als das Thema angesprochen worden ist, ist erst einmal ein Stöhnen durch einige Reihen des Klassenzimmers gegangen, da manche Schüler entweder nichts damit anzufangen gewusst haben oder überhaupt nichts von solchen Killerspielen gehalten haben. Da sich herausstellte, dass das nötige Hintergrundwissen bei den meisten Mitschülern gefehlt hat, hat man mich nach einer ebenso kurzen wie hitzigen Diskussion mit einem Referat beauftragt. In der darauf folgenden Stunde habe ich also über Killerspiele aufzuklären versucht, indem ich per Power Point Präsentation Fakten zur Diskussion stellte. Auch zwei Kurzfilme sollten diese unterstützen. Killerspiele haben zwar einerseits die allseits bekannten und umstrittenen negativen Auswirkungen; diese treffen aber eher auf psychisch labile Menschen zu. Auch positive Auswirkungen des Spielens wurden debattiert.
Negativ sind das Senken der Hemmschwelle, Leute zu töten, Steigerung von Gewaltbereitschaft und Aggression während des Spiels sowie eine mögliche Abhängigkeit, wobei zur Steigerung der Aggression bedenkenswert ist, dass dies ebenso bei "harmlosen" Spielen wie Solitär der Fall sein kann. Zur möglichen Abhängigkeit muss man anmerken, dass diese praktisch überall im Leben, also nicht nur bei Killerspielen, möglich ist. Als positive Aspekte kann man Entspannung nach dem Spiel, Aufmerksamkeitssteigerung, höhere Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit und Aggressionsabbau gegen Ende des Spiels feststellen. Allerdings kann man all diese positiven Auswirkungen natürlich auch durch andere Aktivitäten wie z. B. Gruppenspiele, Sport, … erzielen. In einer darauf folgenden Diskussionsrunde ist die Klasse zu dem Ergebnis gekommen, dass, solange ein Mensch zwischen Spiel und Realität unterscheiden kann und psychisch stabil ist, Killerspiele nichts Negatives sein müssen und dass leider aber viele Kinder viel zu früh und ohne Wissen der Eltern an manche dieser sog. Killerspiele kommen.
Benedikt Huber, 10a
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