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Friedensbotschaft

Die Vorbereitung auf Weihnachten in der Schule ist jedes Jahr eine gewisse Herausforderung. Vor einigen Jahren habe ich mit aktuellen Weihnachtsgeschichten zu arbeiten versucht, im letzten Jahr mit dem Entwurf einer Schulweihnachtskarte. Dieses Mal stellte ich die Weihnachtsbotschaft in den Mittelpunkt … und blieb damit nicht innerhalb der Schulhausmauern. Damals verkündeten Engel die Botschaft „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen guten Willens“. Heute präsentiert uns kein Engel diese Botschaft: Unsere Technikschüler sollten an Hand eines Laser-Crash-Kurses befähigt werden, die Friedensbotschaft an die Außenwand des Domgymnasiums zu projizieren und damit in den öffentlichen Raum zu stellen. Die Art sollte schlicht, passend zur Architektur des Domberges sein - nur Schrift, keine Sternchen, keine Engel … . Kitsch - den wir alle in gewisser Weise lieben, der uns Atmosphäre schafft - und Konsum - den wir auch nicht verteufeln sollen und der natürlich unter bestimmten Gesichtspunkten notwendig ist - finden wir unten in der Altstadt. Hier am Domberg wollten wir einen Kontrapunkt setzen und auf die Wurzeln und den Sinn von Weihnachten aufmerksam machen. Wir beabsichtigten, die verkürzte Weihnachtsbotschaft

Frieden
allen Menschen
guten Willens

per Laser - also mit einem zeitgemäßen Mittel - unspektakulär, aber sehr augenfällig - sichtbar zu machen. Dabei ist nicht die Projektion das Entscheidende, sondern das, was sie auslösen will: Auseinandersetzung und - möglichst - Veränderung.
Das Thema „Frieden“ geht uns alle an - nicht nur unsere Schulgemeinschaft. Es geht uns alle in der Stadt und im Landkreis an, geht auch die Arbeit der Parteien an, unabhängig von deren Farbe. Deshalb war ich begeistert davon, dass die Parteien gemeinsam bereit waren, unser Projekt zu finanzieren und ich bedanke mich herzlich dafür! Ich danke allen, die dieses Vorhaben ermöglicht haben: dem Schulleiter, Herrn OStD Strähhuber, der ein offenes Ohr für die Verwirklichung meines Planes hatte, Herrn Anneser vom Kardinal-Döpfner-Haus für die Nutzungserlaubnis des Fürstenganges trotz der Baumaßnahme des Hochbauamtes und dem Ingenieur Steffen Brühmann, der bei der Vorbereitung sehr, sehr geduldig war.
„Frieden allen Menschen guten Willens“ ist ein Thema, das derzeit weltweit hochbrisant ist, z. B. in Zusammenhang mit Islamisten, Atom, div. Kriegen … bis hinein in die Problemkonstellationen der Familien. Die christliche Weihnachtsbotschaft ist hochaktuell und hat allen Menschen etwas zu sagen, egal, welcher Partei, welcher Religionszugehörigkeit bzw. -losigkeit sowie Atheisten.
Die Weihnachtshoffnung auf Frieden und guten Willen unter den Menschen soll nicht als eine Art frommer Traum abgetan werden. Um Frieden zu haben, braucht es Menschen guten Willens - auf jeder Seite. Um anzupacken, um am Frieden zu arbeiten, muss man aber oftmals erst Mut fassen. Ich wünsche uns, dass es gelingt, wo es nötig ist, am Frieden zu arbeiten.

Friedensgebet

Gott du willst Frieden für alle Menschen.
Lenke die Bemühungen der ganzen Menschheit,
damit Frieden und Gerechtigkeit unter den Völkern wachsen.
Stärke alle Regierenden und alle, die sich dafür einsetzen,
dass in der Welt Frieden und Gerechtigkeit herrschen.
Erleuchte die Menschen, die sich miteinander verbünden,
damit sie friedliche Wege miteinander gehen können.
Lass uns den Frieden suchen und nach dem Wohl aller streben,
damit wir in Würde und als Geschwister zusammenleben können.
Geeint in der Vielfalt bitten wir,
dass wir zu Werkzeugen des Friedens werden.

Amen

Rita Wörmann

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