Da war ein junger Mann. Aus Verzweiflung und Angst, mit seinem Leben nicht fertig zu werden, ging er zum Psychiater und klagte ihm seine Not. Der Psychiater gab ihm unter anderem den Rat: "Gehen Sie in den Zirkus, der zurzeit in unsere Stadt gastiert. Dort tritt ein großartiger Clown auf, der Sie zum Lachen bringen und aufheitern wird." Da erschrak der Patient. Er packte den Arm des Arztes und sagte: "Herr Doktor, dieser Clown bin ich!"
Ich setze eine Maske auf, wenn…
…ich wie ein Kind behandelt werde;
…ich Angst habe, mich zu blamieren;
…ich bei einer schlechten Note traurig bin;
…ich so sein will wie die anderen;
…ich nicht zugeben will, dass ich unsicher bin;
Ich lege meine Maske ab, wenn…
…ich mich unbeobachtet fühle;
…ich bei einer guten Freundin bin;
…ich in der Schule gelobt werde;
…ich glaube, dass ich verstanden werde;
…ich meine Hobbies ausüben kann;

Gesichtszüge,
welche Geheimnisse der Seele enthüllen,
verleihen einem Gesicht Schönheit und Anmut,
selbst wenn diese seelischen Geheimnisse
schmerzlich und leidvoll sind.
Gesichter hingegen,
die – Masken gleich – verschweigen,
was in ihrem Inneren vorgeht,
entbehren jeglicher Schönheit,
selbst wenn ihre äußeren Formen
vollkommen und harmonisch sind.
Ebenso wie Gläser unsere Lippen nur anziehen,
wenn durch das kostbare Kristall
die Farbe des Weines hindurchschimmert.
Khalil Gibran |