Die Würde des Menschen ist antastbar
„Die Würde des Menschen ist antastbar“ - Da stimmt doch etwas nicht. Im Grundgesetz steht doch „unantastbar“! Wer bereits beim Titel der Plakatausstellung stolpert, ist auf dem richtigen Weg: nämlich genau hinzusehen, wo und wie wir der Würde jedes einzelnen Menschen begegnen. Zu sehen gab es im Kreuzgang des Landratsamtes Vielfältiges zu diesem Thema. Die SchülerInnen der Klasse 7 bc haben sich im Rahmen des Religionsunterrichts mit der Thematik „Ich bin eine Sehenswürdigkeit“ befasst und eine öffentliche, denkwürdige Ausstellung dazu erarbeitet. Sie macht auf die Einmaligkeit und Besonderheit jedes einzelnen Menschen aufmerksam. Jeder Mensch ist sehens-wert! Jeder Mensch ist es wert, genauer wahrgenommen und betrachtet zu werden - in dem und mit dem, was er ist und was ihn prägt: seine äußere Erscheinung, seine Biographie, seine Wertvorstellungen, seine Ideale, seine Charaktereigenschaften, seine Vorlieben, seine Stärken und Schwächen … Dabei kam man auf die Idee, Plakate zum Thema Menschwürde zu erarbeiten. Diese wurden in der Woche vor den Osterferien bis Ende April im Kreuzgang des Freisinger Landratsamtes ausgestellt. Zur Vernissage kamen nicht nur die Angehörigen und Freunde der SchülerInnen, sondern zahlreiche Vertreter aus der Politik und dem Kulturbereich. Besonders gefreut haben sich die Jugendlichen jedoch über die Anwesenheit so vieler Lehrkräfte. Herr OStD Strähhuber eröffnete die Ausstellung inhaltsreich. Markus Holzwig und Peter Erber (7b) erklärten den Gästen, wie es zur Ausstellung kam, Nadja Ostermeier (7c) provozierte mit einem Plakat anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Litfasssäule und ging auf die Geschichte des Plakates in der Filmindustrie und der Werbung ein; Clara Gutmann (7b) regte mit einem Text zum Nachdenken an und Johannes Nerb (7b) lud zur Auseinandersetzung mit den Schülerarbeiten ein.
Besonders erwähnenswert ist die musikalische Gestaltung der Veranstaltung. Michael Geis (K 13) zog die Gäste mit seinen beeindruckenden Eigenkompositionen auf dem Saxophon, die für dieses Ereignis wie geschaffen schienen, in Bann und erhielt dafür anhaltenden wertschätzenden Applaus.
Lukas Reinhart, Martin Schneider und Andreas Fassmann bedienten die Anwesenden am Buffet.
Anfang Mai gingen die SchülerInnen mit ihren Plakaten in die Freisinger Innenstadt, um dort „Anschläge in Freising“ zu machen. Früher machte man an der sog. Anschlagtafel auf Verschiedenes aufmerksam. Genau das wollten wir auch und so sollte in den folgenden Wochen jedes Plakat ein Appell an die Würde jedes einzelnen Menschen sein. Es war schön, beim Gang durch die Stadt die Plakate auf sich wirken zu lassen. Bücher Pustet hat sich der Sache ganz besonders angenommen und ein Schaufenster mit einigen Schülerarbeiten und vielen Büchern aus unterschiedlichen Bereichen dazu gestaltet.
manche menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie da sind,
wie gut es tut, sie nur zu sehen,
wie aufmunternd ihr gutes lächeln wirkt,
wie wohltuend ihre nähe ist,
wie sehr viel ärmer wir ohne sie wären,
dass sie ein außergewöhnliches geschenk sind.
… sie wüssten es - würde man es ihnen sagen.
Rita Wörmann
Ansprachetext...
Ausstellungsplakat...
Zu den Photos... |