Informationen zum Schulkletterwettkampf

Fortgeschrittene Kletterer können mit der Schulmannschaft im Frühjahr und Sommer eines Schuljahres an Wettkämpfen teilnehmen. Im Schuljahr 2019/2020 haben zwei Teams mit jeweils sechs Teilnehmern (gemischt weiblich/ männlich) für das Bezirkshalbfinale Sportklettern in Berchtesgaden trainiert.
Da der Wettkampf, der am 16.3. stattfinden sollte, ganz kurzfristig wegen Corona abgesagt wurde, konnten wir leider keinen Wettbewerb bestreiten. Auch im aktuellen Schuljahr 2020/21 finden voraussichtlich keine Schulkletterwettkämpfe statt, aber im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall dabei!
Der Schulwettbewerb wird als Klettermehrkampf (sog. olympic combined) aus Lead (Vorstieg mit Seil), Speed und Bouldern durchgeführt.
Dieses Wettkampfformat für Schüler ist sehr durchdacht und im Kletterwettkampfbereich einzigartig, da es den Schülerinnen und Schüler ermöglicht, die Einzelsportart Klettern im  Wettbewerb als Team zu erleben.
Dabei stehen der Teamgedanke und breitensportliche Aspekte im Vordergrund. Voraussetzung für eine Teilnahme am Wettkampf ist selbständiges Sichern und Klettern im 5.-7. Schwierigkeitsgrad (je nach Alter).
Ideal wäre eine Teilnahme am Wahlkurs Sportklettern, dies ist jedoch keine Voraussetzung für eine Wettkampfteilnahme. Es ist genauso möglich privat oder im Verein zu trainieren. Wir werden uns jedoch auf jeden Fall als Team treffen und an kleineren regionalen Wettkämpfen teilnehmen (Zero Gravity im Kletterzentrum Freising).
Beim (manchmal angstbesetzten) Leadklettern besteht für jeden Teilnehmer im Wettbewerb die Wahlmöglichkeit zwischen Toprope oder Vorstieg. Es gibt mindestens zwei, meistens drei Routen pro Wettkampfklasse. Die Gesamtleistung eines Kletternden ist die Summe der erreichten gehaltenen Griffe.
Beim Speedklettern haben die Kletternden eine Linie mit vielen Griffen und leichtem Schwierigkeitsgrad auf Zeit zu bewältigen. Für die Startposition sind zwei Hände und ein Fuß an der Wand. Der Start erfolgt auf Kommando aus dieser vorgegebenen Position. Eine Glocke oder Hupe wird als Stoppsignal bzw. Ziel genutzt, wenn keine Zeitmessanlage mit Kontakt vorhanden ist. Für die Wertung wird die Tagesbestzeit zur Festlegung der maximalen Punktzahl genutzt.
Beim Bouldern müssen mehrere Boulderprobleme gelöst, also geklettert werden. Die Anzahl ist von den Meldungen und den räumlichen Gegebenheiten abhängig. Die Kletternden haben als Team pro Boulder beliebig viele Versuche in einem festgelegten Zeitraum. Es wird eine Griffwertung angewandt sowie eine aufsteigende Bewertung der Boulder mit zunehmender Schwierigkeit.

Claudia Rester