Dom-Schüler klettern und bouldern für die Karakorumhilfe


Der Wahlkurs Sportklettern und einige Boulderer des Dom-Gymnasiums haben im Kletterzentrum Freising am Klettermarathon für die Karakorumhilfe teilgenommen.

„Auf geht’s! Geht scho! Zu! Ab!“ Diese Anfeuerungsrufe und knappen Seilkommandos waren am 8. Dezember vielfach in der Kletterhalle zu vernehmen. Man hält sich nicht mit langen Sätzen auf, wenn es darum geht möglichst viele Klettermeter zu schaffen. Auf einem Laufzettel wurden von Richard geschwind die gekletterten Routen notiert, während Paulina das Seil abzog und Miriam gleich nach der nächsten freien und kletterbaren Tour Ausschau hielt. Die Touren durften von einem Kletterer maximal fünf Mal geklettert werden. Der, selbst gesuchte oder vermittelte Sponsor zahlt für das Benefizprojekt (mindestens) einen Euro pro Route. Für einen Boulder gibt es 50 Cent. Das Ganze hat auch einen sportlichen Charakter und dementsprechend ehrgeizig gingen einige Seilschaften zu Werke.
Auch vom Dom-Gymnasium war ein Team, das teilweise aus Teilnehmern des Wahlkurses Sportklettern besteht, engagiert am Klettern und Bouldern. Die SchülerInnen Clara Sing, Pascal Sing, Richard Busch, Miriam Dönges, Paulina Wildgruber, Mara Schützbach, Lucia Kistler, Laurenz Kistler und Andreas Müller haben sagenhafte 177 Routen und 326 Boulder geschafft und damit 400,- Euro für das Schulprojekt von Thomas Huber (Huberbuam) im Karakorumgebirge „erklettert“. Eine starke Teamleistung! Auch der Spaß kam dabei nicht zu kurz und bei der Siegerehrung hat jede Seilschaft von Thomas Huber persönlich eine Urkunde erhalten. In einem kurzen Gespräch mit den Teams brachte Huber seine Anerkennung zum Ausdruck. Die Seilschaften hatten sich teilweise kreativ benannt, was auch beim weitgereisten Bergsteiger Thomas Huber Erstaunen hervorrief. So waren neben den Teams „Dom-Gymnasium“, „Dom-Ministranten“ oder „Weihenstephan“ auch Seilschaften alias „Jagabomb“, „Die subversiven Eichelhäher“, „Bis aufs Bluad“, „Kitchen Aid“ und „Thermomix“am Start.
Bis zur letzten Sekunde wurde geklettert und Pascal erreichte um Schlag 18 Uhr den Topgriff seiner letzten Route. Richard war derweil beschäftigt im Speedtempo zu sichern. Miriam, Clara, Laurenz, Lucia, Andreas und Jonathan sammelten inzwischen fleißig einen Boulder nach dem anderen. Mara stand mit ihrer Kletterpartnerin schon um 8:00 Uhr morgens in den Startlöchern und hat eine sagenhafte Zahl von 60 Routen und 50 Bouldern geklettert. Insgesamt haben alle Teilnehmer der Veranstaltung eine Summe von 6.484,- Euro „erklettert“.

Thomas Huber, war sichtlich gerührt vom Engagement der Kletterer und zeigte auf der eilends in der Kletterhalle aufgebauten Leinwand Bilder des Jungen- und Mädchenwohnheims, das mit dem erkletterten Geld unterstützt werden soll. Damit soll pakistanischen Kindern der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht werden. Aktuell ist auch der Bau eines Studentenwohnheims geplant, um den Jugendlichen nach dem Schulabschluss auch ein Studium zu ermöglichen. Zum Abschluss zeigte Thomas Huber beeindruckende Bilder seiner letzten Expedition zum Latok und zum Cerro Kishtwar im indischen Himalaya. Beim anschließenden Signieren der Autogramme bildete sich eine lange Schlange faszinierter Bergsportler, vom Kletterzwerg bis zum Senior-Alpinkletterer. So haben auch die Kletterer des Dom-Gymnasiums neben der Tat für den guten Zweck auch eine große Portion sportliche Motivation mit nach Hause genommen.
Am Abend wurde gegrillt und zu den Klängen von „Alabama Bill and the young country boys“, sowie DJ Robsi gefeiert.
(Das beigefügte Foto aus dem Kletterzentrum stammt von Thomas Holzmann, das andere Foto zeigt die Schülerinnen und Schüler zusammen mit der betreuenden Lehrkraft, Frau Rester, bei der Ehrung im Dom-Gymnasium).


 

 

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