Das Auswärtige Amt in Berlin - Besuch von Richard von Fritsch

Dass das Auswärtige Amt in Berlin jung, dynamisch und sympathisch ist, konnten die Schülerinnen und Schüler des Sozialkundekurses der Q12, ihre Lehrerin Monika Scheffler sowie Schulleiter Manfred Röder am 17. Oktober 2019 direkt erleben: Zu Besuch war Richard von Fritsch, Mitarbeiter im Protokoll des Auswärtigen Amtes, der einen umfassenden Einblick in Aufbau und Organisation sowie in die Aufgabenbereiche seiner Dienststelle gab. Der Referent bot den verdutzten Zuhörerinnen und Zuhörern angesichts des geringen Altersunterschieds gleich das „Du“ an und ermunterte sie, jederzeit Fragen zu stellen. Anschaulich erläuterte er das für die Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes geltende Rotationsprinzip und Generalistenprinzip. Die Tatsache, für das gesamte Aufgabenspektrum ausgebildet und jeweils nach drei oder vier Jahren an verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen eingesetzt zu werden, macht für Richard von Fritsch die Tätigkeit so abwechslungsreich und attraktiv. Die Vielzahl und Komplexität der Themen, derer sich die Außenpolitik annehmen muss, wurde den Schülerinnen und Schülern durch die Ausführungen des Referenten schnell klar.

Die Ausdifferenzierung der Frage, was Deutschland tun muss, kann, soll, will und darf, um seiner Verantwortung in der Welt gerecht zu werden, zeigt, dass es schwierig ist und unter Umständen länger dauert, Entscheidungen zu treffen. Stets sind verschiedene Akteure zu berücksichtigen. Insbesondere die aktuellen Beispiele, wie der Busunfall auf Madeira im April 2019 oder der Taifun „Hagibis“ in Japan im Oktober 2019, anhand derer Richard von Fritsch die Abläufe im Krisenreaktionszentrum erläuterte, stießen bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse, ebenso seine Antwort auf die den derzeitigen politischen Umständen in der Welt geschuldete Frage, wie ein Diplomat mit diplomatisch unmündigen Menschen umgehen solle. Richard von Fritsch, der seinen Heimaturlaub eigens für den Unterrichtsbesuch am Dom-Gymnasium unterbrochen hatte, tritt in zweierlei Hinsicht in die Fußstapfen seines Onkels Rüdiger Freiherr von Fritsch, dem ehemaligen Botschafter Deutschlands in Moskau. Ebenso wie sein Onkel arbeitet Richard von Fritsch für das Auswärtige Amt und ebenso wie sein Onkel hat er das Dom-Gymnasium besucht. Es bleibt zu hoffen, dass damit die Tradition der Unterrichtsbesuche durch Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes auch künftig am Dom-Gymnasium fortgesetzt werden kann.

 

 

 

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