P-Seminar 2009/11

Das erste P-Seminar in Geographie – ein Rückblick

 

Eine der besonderen Neuerungen des achtjährigen Gymnasiums sind mit Sicherheit die sogenannten Seminarfächer. Das eine der beiden, das P - wie praktische - Seminar, soll den Schülern schon frühzeitig eine berufliche Orientierung ermöglichen und durch die Arbeit an einem Projekt mit der beruflichen Wirklichkeit in Berührung bringen.
2009 meldeten sich also zum Beispiel 15 Schülerinnen und Schüler für das im Fach Geographie angebotene Seminar Geoinformationssysteme (GIS) bei der Strukturanalyse des Heimatraums. Eineinhalb Schuljahre verbrachten die Seminarteilnehmer mit der Erkundung verschiedener Berufsfelder und der Vorbereitung, Planung und Durchführung eines GIS-Projekts unter der fachkundigen Betreuung unseres außerschulischen Partners, Herrn Schober von der Firma ESRI aus Kranzberg.
Das Seminar spaltete sich relativ früh in zwei Interessensgruppen. Die eine, etwas größere Gruppe begann die Arbeit an einem Freizeitführer Freising, der sich vor allem an Jugendliche wendet, die andere Gruppe entwarf die Vision eines besonders kundenfreundlichen Nahverkehrsverbundnetzes für den Landkreis Freising.
Die Projektphase selbst dauerte etwa ein Jahr, in dem sich der Kurs regelmäßig traf, um mit dem von ESRI zur Verfügung gestellten Programm ArcGIS zu üben oder an den eigenen Kartenentwürfen zu arbeiten. Um ein bisschen in die Abläufe des möglichen Berufslebens hinein zu schmecken, wurden Projektleiter benannt, Untergruppen gegründet und sogar ein Internetforum eingerichtet. Und wie im wahren Leben hängten sich die einen mit massig Überstunden mächtig ins Zeug, während den anderen zum Teil schon die reguläre Zeit zu lang wurde.

Im Dezember 2010 standen dann die Präsentationen an, bei der beide Gruppen auf eindrucksvolle Weise die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorstellten. Unter den Zuhörern befanden sich Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen, die täglich im Umgang mit GIS stehen, und die überrascht von der Professionalität der Arbeiten und der Präsentationen den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg gratulierten.
In diesem Zusammenhang gebührt großer Dank allen, die das P-Seminar so tatkräftig unterstützt haben, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Daten, insbesondere dem Vermessungsamt Freising und ganz besonders Herrn Schober von ESRI, dessen regelmäßige Besuche die Realisierung der Projekte eigentlich erst ermöglicht haben.
In welchem Maße die Schülerinnen und Schüler nun von den gewonnenen Eindrücken profitieren und sich tatsächlich schneller auf ihrem Berufsweg orientieren können, bleibt abzuwarten. Insgesamt aber, so zeigte die abschließende Evaluation, überwiegen die Eindrücke, im P-Seminar Erfahrungen gesammelt zu haben, die so in der Schule sonst nicht zu machen sind.