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Begabungsstützpunkts am Dom-Gymnasium

Thema 2017/2018: Das Phänomen "Licht"

 

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Physikalisch-multidisziplinärer
Begabungsstützpunkt am Dom-Gymnasium

TagCloud kleinVor über 2400 Jahren beobachtete Demokrit den Nachthimmel über Griechenland und vermutete als einer der ersten Gelehrten, dass das milchig leuchtende Band, das sich über das Firmament erstreckt, nicht die von der göttlichen Hera verschüttete Milch sei, sondern vielmehr aus unzähligen kleinen, einzeln, nicht sichtbaren Sternen bestehe.

Es dauerte über 2000 Jahre, bis Galileo Galilei durch sein selbstgebautes Fernrohr blickte und das gleiche schwache Licht betrachtete. Erst er konnte Demokrits Hypothese bestätigen und die einzelnen Lichtpunkte tatsächlich erkennen.FlyerBSP 01

Dank Einstein, Planck und vieler anderer großer Köpfe verstehen wir heute die (quanten-) physikalischen Prozesse des „Sternenbrennens“ und wissen, dass die so erzeugten Lichtteilchen viele tausende, manche sogar Milliarden Jahre unterwegs waren, bis sie in unser Auge fallen, dort gebündelt werden und in komplexen chemisch-biologischen Prozessen einen einfachen elektrischen Reiz auslösen, der von unserem Gehirn als Lichtpunkt, als Stern erkannt wird.

Trotz allem grundlegenden, naturwissenschaftlichen Verständnis des Lichts, faszinieren uns diese kleinen Lichtflecken der weit gereisten Photonen auf unserer Netzhaut nach wie vor und lösen die unterschiedlichsten Emotionen, Wünsche und Träume aus.

Anders als Demokrit und Galilei schalten wir abends wie selbstverständlich das künstliche Licht ein. „Warmes“ Licht macht unser Wohnzimmer erst wohnlich, „kaltes“ Licht unterstützt uns bei der Arbeit. Elektrisches Licht hebelt den Tag- und Nachtrhythmus aus, sodass rund um die Uhr gearbeitet und produziert werden kann. Die gesundheitlichen und ökologischen Folgen der zunehmenden „Lichtverschmutzung“ werden immer deutlicher.

Film und Fotografie ziehen ihre künstlerischen Effekte aus dem Spiel mit Licht und Schatten. Ins rechte Licht gesetzt, finden auch weniger attraktive Produkte einen Käufer. Die moderne Kommunikation wäre ohne Lichtreize und Glasfasertechnik undenkbar.

Die Kulturgeschichte des Lichts beginnt im biblischen Sinne mit der Schöpfung der Welt. Von der Beherrschung des Feuers bis hin zur Quantenkryptografie hat Licht das menschliche Wirken auf Erden wesentlich begleitet beziehungsweise überhaupt erst ermöglicht.